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... das habe ich noch nicht gewusst ...

Wieviele Könige waren die Heiligen 3 Könige?
Könige, und noch dazu 3 - warum es nicht so war, wie man meint, und warum man weiss, dass es anders war.

Antworten findet der Mensch dort, wo die Geschichten beschrieben sind. Wer selber nachliest, wird auf folgende Antwort stoßen und lesen, dass es nicht Könige waren, sondern Weise aus dem Morgenland.
Das waren damals die  Sterndeuter - heute würde man sie als Astrologen bezeichnen.
Drei - vielleicht, waren es drei, aller Wahrscheinlichkeit nach aber viel mehr, denn die Reise durch die Wüste war oft nur möglich in einer Karawane, die alle nötigen Überlebensmitteln mitführen konnte. Ein Hinweis auf die heute noch geläufige Zahl "drei" liefern uns die Begriffe der Geschenke, die sie brachten: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Dass es drei Geschenke waren, die in der Bibel angeführt sind, bestätigt aber nicht die Zahl der Weisen aus dem Morgenland.

Als Heilige Drei Könige oder Weise aus dem Morgenland bezeichnet die christliche Tradition die in der Weihnachtsgeschichte des Matthäusevangeliums (Mt 2 EU) erwähnten „Sterndeuter“ (im griechischen Ausgangstext Μάγοι, Magoi, wörtlich „Magier“), die durch den Stern von Betlehem zu Jesus geführt wurden.
Im Neuen Testament werden sie nicht als „Könige“ bezeichnet, auch gibt es keine Angabe über ihre Anzahl. Diese Angaben entstammen einer umfangreichen Legendenbildung, die im 3. Jahrhundert ihren Anfang nahm. Die in der Westkirche verbreiteten Namen Caspar, Melchior und Balthasar werden erstmals in Legenden des 6. Jahrhunderts erwähnt.
Das zweite Kapitel des Matthäusevangeliums (Mt 2 EU) berichtet im Rahmen der Erzählung von der Geburt Jesu Christi in Bethlehem über die Verehrung des Neugeborenen durch Μάγοι ἀπὸ ἀνατολῶν (griechisch, Mágoi apὸ anatolôn, Magier von Osten). Dort heißt es: „Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: ‚Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.‘“Der Begriff mágos (gr. Sing. μάγος, Plur. μάγοι) wird im Griechischen allgemein für „Magier“ verwendet, aber auch für die zoroastrische Priesterkasteaus dem medischen Priesterstamm der Mager, die bei Herodot, Strabon und Philon von Alexandria erwähnt sind. 
Deshalb könnten persische oder auch chaldäische Sterndeuter gemeint sein. Zuweilen wird die Meinung vertreten, dass diese Magier von der jüdischen Gemeinde in Babylon beeinflusst gewesen sein könnten.

[3] Nach allgemeiner Auffassung der Exegese repräsentieren sie die Welt der Heiden[4] und suchen nach dem neugeborenen „König der Juden“ (Mt 2,2 EU), ein Begriff, der bei Matthäus nur von Heiden verwendet wird (vgl. Mt 27,11.29.37 EU); die Juden verwenden im Matthäusevangelium stattdessen ausschließlich den Begriff „König Israels“ (Mt 27,42 EU).
[4]Die Weisen haben den Aufgang eines Sterns beobachtet, der die Geburt eines Königs ankündigt (Mt 2,2 EU). Hier ist an einen persönlichen Stern im Sinne einer von ihnen beobachteten Himmelserscheinung gedacht. Assoziationen zum Stern finden sich sowohl im Verstehenshorizont der heidnischen antiken Umwelt (Vergils Aeneis 2,694) als auch im jüdischen Umfeld (vgl. das Bileamwort über einen aufgehenden Stern in Israel Num 24,17 EU oder auch eventuell die wandernde Feuersäule in Ex 13,21 EU). Ob der Erzählung ein tatsächliches Phänomen am Sternenhimmel um die Zeitenwende zugrunde lag (denkbar wäre eine bestimmte Planetenkonstellation, eine Supernova oder ein Komet), ist unter Astronomen umstritten und geht nach Meinung vieler Theologen „als Frage am primär symbolischen Gehalt des Sterns vorbei“.[4]In Vers 3–8 kommen die Weisen zuerst nach Jerusalem, als Hauptstadt naheliegender Geburtsort eines Königs der Juden. Hier wird die Reaktion der politischen und religiösen Aristokratie auf die Geburt des Messias geschildert: „sie erschraken“ (V.3).

In V.8 beauftragt König Herodes sie sogar, zurückzukehren und ihm genau den Aufenthaltsort des Kindes zu verraten – eine Vorbereitung der Erzählung vom Kindermord in Betlehem (Mt 2,16–18 EU). So weist Matthäus bereits in der Einleitung des Evangeliums auf das zentrale Motiv der Ablehnung des Messias durch sein eigenes Volk hin.

In Vers 9 folgen die Weisen wieder dem Stern, der erst jetzt als wegweisender Wanderstern beschrieben ist. Er zieht vor ihnen her bis nach Betlehem und bleibt dort stehen. Im Unterschied zum Lukasevangelium („Krippe“ ohne Aussage zum Gebäude, Lk 2,7 EU) ist es bei Matthäus ein gewöhnliches „Haus“ (V.11). Vers 10–11 sind als Kontrast zum Erschrecken der Menschen in Jerusalem gestaltet: Die Magier sind überglücklich – „sie freuten sich sehr mit großer Freude“ – und bringen ihre Gaben dar: Gold, Weihrauch und Myrrhe (Vers 11). Dieser Vers nimmt nach überwiegender Meinung der Exegeten[5] Bezug auf mehrere alttestamentliche Stellen:Die Völkerwallfahrt zum Zion in Psalm 72,10–15 EU:„10Die Könige von Tarschisch und von den Inseln bringen Geschenke, die Könige von Saba und Seba kommen mit Gaben. 11Alle Könige müssen ihm huldigen, alle Völker ihm dienen. […] 15Er lebe und Gold von Saba soll man ihm geben!“Im Buch Jesaja 60,6 EU:„Alle kommen von Saba, bringen Weihrauch und Gold und verkünden die ruhmreichen Taten des Herrn.“
Und im Hohelied 3,6 EU: „Wer ist sie, die da aus der Steppe heraufsteigt in Säulen von Rauch, umwölkt von Myrrhe und Weihrauch, von allen Wohlgerüchen der Händler?“Daneben dient Matthäus jedes Geschenk[6] einzeln als Zeugnis für die Messianität Jesu: Gold als das angemessene Geschenk für den neugeborenen König; Myrrhe, eine Heilpflanze, mit der Arznei zubereitet wird, zum einen als Geschenk für den von Gott gesandten Arzt und Heiler („Heiland“), zum anderen unter Bezugnahme auf Ex 30,22–33 EU ebenso wie der dem Bereich des Tempels zugeordnete Weihrauch als Geschenk für den zukünftigen Hohepriester Israels.

Einen anderen Bezug zur Myrrhe bietet das Johannesevangelium 19,39 EU, wo es heißt, Nikodemus habe etwa 100 Pfund Myrrhe mit Aloe vermischt zu Jesu Begräbnis gebracht. Die Auffassung, dass die Myrrhe des Königs in diesen Zusammenhang gehört, begegnet schon sehr früh. In einem Beda Venerabilis zugeschriebenen Text,[7] dessen Vorlage vielleicht ein griechisches Malerhandbuch war, liest man: „Balthasar […] per myrrham filium hominis moriturum professus est“ („Balthasar hat durch die Myrrhe den künftigen Tod des Menschensohns angegeben“).

In diesem Sinn dichtete Friedrich von Spee um 1623: „die Myrrh’ auf seine Menschheit wies“.[8] Die Myrrhe ist dann nicht Zeichen für den Heiler, sondern Zeichen für den sterblichen Menschen, der mit Myrrhe einbalsamiert ins Grab gelegt wird. Diese Vorstellung drückt auch die Antiphon zum Benedictus der Laudes des 7. Januar aus.
Da bringen die drei Weisen „Gold dem großen König, Weihrauch dem wahren Gott und Myrrhe für sein Begräbnis“. Der nämliche Gedanke findet sich in dem Liedtext[9] „Ein Stern ist aufgegangen“ von Guido Maria Dreves: Die Weisen brachten „Weihrauch dem Gotteserben, dem Königskinde Gold, die Myrrhe ihm, der sterben für uns am Kreuze wollt“.
Matthäus 2,12 EU sorgt noch dafür, dass die Weisen nicht zu Komplizen des Herodes werden und Jesus verraten. Damit verschwinden sie aus dem Matthäusevangelium, "ein weiteres Interesse an ihnen besteht nicht".

(Quelle: Wikipedia)

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